Verrückte Geschichten

Radtour von Wittesheim nach Klagenfurt (Dort Carola (Stiefmutter) beim Ironman anfeuern)

Das sind ca. 580 km und 4.000 Höhenmeter. 3 Tage gab ich mir hierfür Zeit.

Die 1. Tour am Mittwoch verlief auch gut. Wittesheim - Neuburg - Karlskron - Reichertshofen - Moosburg - Mühldorf - Altötting - Tittmoning. Start: 7:30 Uhr Wittesheim. Schnitt ca. 24 kmh. Mein Gepäck war doch schwerer als Gedacht und die Strecke zog sich auch ziemlich in die Länge. Mein Domizil in Tittmoning hatte ich bereits im Vorfeld gebucht. In Mühldorf am Inn war ich gegen ca. 17:00 Uhr. Dort machte ich nochmal kurz Rast und füllte die Getränke auf. Navigation hatte ich in Form von Karten, nur in Notfällen holte ich mein Handy heraus und aktivierte GPS. Doch ab Mühldorf war es im Dauereinsatz. Radwege waren plötzlich schlecht beschildert, überall wollte man mich nach Burghausen lotsen, welcher Ort aber 15 km weg ist. Doch einen netteren älteren Herren sammelte ich auf und dieser musste zufällig auch in meine Richtung. Ok, also läuft.... Doch 15 km vorm Ziel waren plötzlich die Straßen gesperrt, da diese neu gemacht werden. Shit, mit Rennrad auf Wald- und Wiesenwege ist doof. Doch, ich erreichte nach zähen und zehrenden 230 km den Ort TITTMONING! Jaaa, schrie ich innerlich. Allerdings habe ich nicht damit gerechnet, dass mein Hotel außerhalb von Tittmoning liegt.... Naja, ohne Handyakku ist das finden schwierig. Also fuhr ich die entsprechende Richtung, doch ich fand und fand das HOTEL INSPIRATION nicht. Ein Bauer und seine Frau waren gerade am Werkeln. Ja, meine Chance...ich ging zu denen hin und fragte Sie, ob Sie mich zum Hotel begleiten und mir zeigen, wo das ist, weil ich habe keinen Plan und es ist bereits kurz vor 20 Uhr. Ja, endlich das Ziel erreicht! Nach 10 h Sattelzeit - 235,6 km - 2.130 hm. Die Dusche fühlte sich so gigantisch an und die Pizza schmeckte soooo lecker!

 

Tag 2. Donnerstag

Blick nach draußen. REGEN REGEN REGEN - VOLLGAS REGEN - ALLES NASS

Shit! Der Wettergott lies mich im Stich. Beim Frühstücken fasste ich mir meinen Matchplan.

Mit dem Rad zum nächsten Bahnhof. Ca. 20 km und dann von Salzburg aus mit dem Zug nach Bischofshofen. Gesagt getan....

Angekommen am Bahnhof. Umziehen, denn eine Krankheit wollte ich auf keinen Fall riskieren!

Zugticket kaufen. Preis 36 Euro + Rad ist da dabei. Dachte ich jedenfalls.

Nach 2 h warten ging es von Salzburg aus los. Bis der Schaffner auf Höhe von Bischofshofen auf mich zukam. Ticket hab ich Ihm gezeigt und den Radstellplatz auch. Doch er meinte - UNGÜLTIG! Sofort aussteigen. Ich sagte zu Ihm, ich hab dafür bezahlt, was er den für ein Problem habe. Er meinte, alles ungültig, aussteigen! Ich wollte Ihm dann nochmal 10 Euro geben, dass es doch geht und er den Radstellplatz nochmal aktiviert. Doch keine Chance meinte er, ich muss in die ÖBB innenrein und es dort buchen. Da der Zug voll ist....hahaha...nicht mal 1/4 des Zuges war voll! Naja, aber keine Chance...aussteigen und Rad nochmal anmelden...Wisst Ihr was das gekostet hat?? Lediglich 5,40 Euro! Also wieder 2,5 h warten bis der Zug von Bischofshofen - Klagenfurt geht! Um 16 Uhr kam ich endlich ab. Papa und Caro holten mich vom Bahnhof ab und freuten sich, dass ich heil da bin :-)

 

Tag 3: Freitag

Streckencheck in Klagenfurt. Der Wörthersee ist wirklich gigantisch. Sooo klar und sooo blau! WOW. Vor dem Frühstück sprangen wir bereits ins Wasser. Gegen Mittag fuhren Papa und ich zusammen die 90 km mit dem Bike. Geile Strecke.

 

Samstag-Sonntag-Montag-Dienstag

Solange war ich noch in Klagenfurt. Swim-Bike-Run - geile Bedingungen!!

 


3 Tage - Resi allein im Tannheimer Tal

1. Tag - Wandern bis die Fußsohlen pfeifen - 7,5 h Wanderzeit. Coole TOUR und 4 Gipfel. Bämmm :-)

2. Tag - Schwimmen im Hotelpool. Danach von Tannheim mit dem MTB nach Nesselwängle fahren und dort über das Gimpelhaus, den Gimpel + Rote Flüh besteigen...so, doch der Reihe nach. Bereits bei km 10 machte mein Reifen "Buff". Platten. Nebenan war ein Sportladen, dort wollte ich den Reifen/Mantel reparieren lassen. Shit. Kein Radservice, kein Radwechselmaterial vorhanden. Ich bekam die Anweisung "Bitte mit dem Bus nach Tannheim fahren". Toll, der nächste Bus geht um 15:30 Uhr. Es war aber erst 10 Uhr. Also bin ich noch gewandert und habe die angepeilte Tour durchgezogen. Allerdings war ich schneller. Sodass ich eher am Radl war. Anschließend bin ich zu einer netten Frau gegangen, welche gerade in Ihrem Garten saß. Sie wollte den Schwiegervater holen, doch dieser war außer Haus. Dann kam mein Held vorbei - der Posthans aus Nesselwängle. Dieser nahm mich im Kofferraum seines großen gelben Postautos mit und fuhr mich nach Grän. Dort hätte es einen Radservice geben sollen. Shit. Leider wieder nicht, dann hab ich mir ein Leihrad genommen und bin mit diesem zu meinem Auto gefahren. Dann mit Leihrad + Auto zu Sportgeschäft. Vom Sportgeschäft mit meinem defekten Rad im Auto zu Radmonteur nach Schattwald. Der Reparaturservice war im Keller eines Familienhauses und der Radmonteur gabelte gerade Heu vom Ladewagen. Also setzte ich mich zu seiner Familie in Form von Oma - Opa - Kinder - Frau erstmal an die Terasse und genoss einen Kaffee. Danke, war geil! Anschließend lief mein Radl wieder perfekt!

3. Tag - MTB fahren + Wandern. Sonne genießen!


Mein Kumpel Stephan und ich fuhren ebenfalls einmal nach Bad Gögging. Doch bei der Rückreise hatte er einen Platten. Ein netter 70jähriger Opi hat angehalten und wollte helfen. Wir schafften dies aber selbst, doch er blieb stehen und erzählte uns von seiner Hopfenplantage. Da war er so stolz drauf und er bestand darauf uns diese zu zeigen. Aus diesem Grund bekamen wir eine ausführliche und lange Führung durch die Hopfenplantage. Dann machten wir uns auf den Heimweg....


Von Wittesheim bis nach Bad Gögging sind es genau 90 km. Mein Plan war daher, meinen Dad in der Reha besuchen und pünktlich zum Mittagstisch ankommen. Allerdings haben wir Kühe auf der Weide und die sind genau an diesem Tag morgens um 6:30 Uhr ausgebüchst. Jonas, mein kleiner Bruder und ich fangten die Kühe ein, doch dies hat wirklich gedauert, da Sie bis am Waldrand waren. Anschließend fuhr ich meinen Bruder in die Schule und dann konnte ich erst losdüsen. Die Wegbeschreibung hat auch optimal geklappt, bis auf die letzten 7 km. Am Ende stand ich auf der anderen Seite der Donau und mein Dad wartete vergeblich auf mich ;-) Doch um 12 Uhr durfte ich endlich meinen geliebten Aperol Sprizz geniessen :-) Gestärkt von Speis und Trank machte ich mich wieder auf die Heimreise. Dort angekommen, haben wir zwei (Jonas und ich) die Kuhweide bis 20:30 Uhr gerichtet. Crazy Day!


Vor einem Wettkampf ist für mich wichtig, dass nicht nur ICH voller Energie bin, sondern auch mein Auto. Daher wird mein Auto vor jedem Wettkampf vollgetankt :-)
Vor Wiesbaden habe ich es vergessen, daher gab ich diese verantwortungsvolle Aufgabe an meine Mutter weiter. Anschließend bekam ich ein Bild per WHATSAPP vom Tankstatus;)


Nachdem ihr nun wisst, dass ich durch andere Umstände (Kreuzbandrisse) zum Triathlon gekommen bin, möchte ich dazu noch eine nette kleine Anekdote erzählen.

Im ersten Schwimmtraining im Triathlonverein frägt mich ein Kollege - Resi, woher kommst du?!?

Ich antwortete aus voller Überzeugung - aus Wittesheim.

Seine Rückantwort hat mich ganz baff gemacht, denn er wollte eine andere Antwort und meinte, RESI, kommst du vom Schwimmen, Radfahren oder Laufen??...Nach diesem Gespräch war mir klar, Willkommen im Triathlon :-)


Kurz vor dem Sprintwettkampf in Waging am See testete ich noch 2 h mein Rennrad. Leider begann es am Ende heftig zu Regnen. So stark, dass überall Pfützen waren und es nur so vor Wasser spritzte. Meine Schuhe waren richtig durchnässt. Zum Trocknen stopfte ich Sie mit einer alten Zeitung aus. Die Sohlen nahm ich vorher raus und wickelte diese sorgsam in ein Zeitungspapier ein. Anschließend beauftragte ich meine Mutter, meine Schuhe in den Wäschetrockner zu stecken. Tja...leider bekam Sie nicht mit, dass die Sohlen in der Zeitung waren und hat Sie in den Ofen gesteckt und schürte damit unsere Heizung....Blöd gelaufen, weil es waren Spezialsohlen und dementsprechend teuer.

Was lerne ich daraus? ... In Zukunft fahr ich nur noch bei Sonnenschein :-)


Wenn ich nach harten, langen Trainings nach Hause komme, z.B. 1 h Schwimmen, 4 h Raden und

30 min Laufen und mich eigentlich ausruhen will, ist der Standardspruch meines kleinen Bruders

--> Spielen wir Fußball?!? :-) Da ich nicht NEIN sagen kann, folgt dann oftmals eine kleine Partie, allerdings gehe ich hier nicht als Sieger vom Platz;)


Häufig bekomme ich die Frage gestellt, was denn der größte Unterschied zum Fußball ist??

--> Antwort: Triathleten haben rasierte Beine, Fußballer sind voller Beinhaare!


Was ist Wind?

--> Antwort: Die letzten 60 Radkilometer. Ich hatte große Mühe mich auf dem Rad zu halten.

Die Versorgungszelte flogen auseinander, und die Sportler sollten zur Versorgungsaufnahme (Getränke, Gel´s) kurz stehenbleiben. Brutal, allerdings bin ich aber trotzdem nicht stehen geblieben...die Zeit läuft ja schließlich weiter.


Als ich mit unserem Triathlon "Rookie" Stefan zum ersten Mal das Neoprenschwimmen testete, ging ich davon aus, dass er weiß, wie man diesen richtig anzieht. Wie ich dann festgestellt habe, war dem nicht so. Er meldete sich startklar. Neo hatte er an...doch was er nicht gemerkt hat war, dass er Ihn falschrum anhatte. Der Reisverschluss war nicht hinten, sondern vorne. Seitdem ist es Ihm aber nicht mehr passiert :-)


Um einen Hungerast beim Radfahren vorbeugen zu können ist es immer wichtig genug Nahrung (Gel, Riegel) dabeizuhaben. Doch was ist, wenn man einen Pack Kettenöl mit einem Energiegel vertauscht? IHHH, PFUI...ja genau das ist einem Familienmitglied der Wilden passiert.


Muss man während eines Triathlonrennens auch auf die Toilette?

Diese Frage bekomme ich häufig gestellt. Meine Antwort: Es gibt 3 Möglichkeiten:

1. Ich verdrücke es

2. Ich lasse es laufen

3. Ich halte an und gehe auf das Dixi.

Nun könnt Ihr selbst entscheiden, was ich mache ;-)


Bei einem Sprint vor 2 Jahren hatte ich die Sicherheitsnadeln zur Aufbewahrung in meinen Laufschuh gesteckt. Rad, Helm, Radschuhe - stellte ich in die Wechselzone, die Laufschuhe ebenfalls. Als ich loslief, dachte ich mir, irgendwas steckt drin. Oh nein....ich hatte noch die Sicherheitsnadeln im Schuh.


Mit meinem Sportsfreund Stefan beschloss ich, im Riedlinger Baggersee zu schwimmen. Ein wunderbarer, sauberer See - wir waren allein und konnten es in vollen Zügen genießen.

Sofern man 3000m als genießen bezeichnen kann :-) Hinterher waren wir jedoch glücklich darüber dies bewältigt zu haben.

 

Nachdem zu Wochenbeginn noch Schwimmen in Wittesheim möglich war - leider Hochwasser - ist das dann doch was anderes. Die Feuerwehrleute animierten mich während des Einsatzes schon dazu, dass ich meinen "Anzug" holen sollte ;-)

 

In diesem Zuge möchte ich gleich mal einen Triathlonbegriff passend zum Schwimmen erklären:

Den Rolling-Start - Doch was ist das?!?

Es gibt verschiedene Startvarianten. Früher gab es immer einen gemeinsamen Start von allen Männern und danach von allen Damen, welche am Wettkampf teilnehmen. Dies ist mit einigen harten Boxkämpfen auf den ersten Metern verbunden und die Sicherheit ist nicht die Größte.

Aus diesem Grund haben sich die Veranstalter etwas Neues einfallen lassen. Beim Rolling-Start wird jede Sekunde ein Athlet auf die Reise geschickt. Vor dem Start stellt sich der Athlet in die Startzone, die seiner geschätzten Zeit entspricht auf. Anschließend wird einer nach dem anderen auf die Reise geschickt. Ab jetzt kann jeder/jede nach den eigenen Fähigkeiten schwimmen, der Spaßfaktor steigt. Das alles führt zu noch schnelleren Zeiten - wow, das gefällt mir :-)