Hawaii-Berichterstattung


Hawaii Reise beendet, zurück in Wittesheim

Am Donnerstag gegen 22:30 Uhr ging es über Los Angeles und Dallas wieder zurück nach Frankfurt, wo wir am Samstag um 9 Uhr früh gelandet sind. Es hat alles geklappt und alle Koffer inkl. Radkoffer sind angekommen. Zu Hause warteten schon viele Freunde, Verwandte und auch meine Chef´s auf mich. Die Überraschung war perfekt, denn meine Mama, Andreas und Jonas haben für mich eine Überraschungsparty organisiert. Eine wunderbare Idee und ich war total überwältigt. Danke Euch allen für das mitfiebern und anpeitschen :-)

 

Eine kleine Zusammenfassung zu Hawaii.

Meine erste lange Reise nach Amerika und meine 1. Langdistanz habe ich erfolgreich hinter mich gebracht. Ich bin auch richtig froh, dass wir 10 Tage eher angereist sind, da man die Zeit zur Akklimatisierung benötigt. Die hohe Luftfeuchtigkeit, das komplett andere Wetter, die Zeitumstellung (12 Stunden zurück), die Winde....mit all diesen Komponenten musste ich ersteinmal zurechtkommen.

Rückblickend bin ich stolz, dass alles so geklappt hat, wie ich es mir gewünscht hatte. Papa, Caro und Jacqueline haben vor Ort alles gemanagt und auch die Pläne für die Tagesabläufe in der Vorbereitsphase auf Big Island auf mich abgestimmt, bekocht wurde ich auch noch. Danke Euch.

Der Wettkampf hat mir nicht nur körperlich sehr viel Energie gekostet. Mental ist dies ebenfalls eine richtige Herausforderrung gewesen, welche mir aber erst hinterher so richtig bewusst wurde. Ich fühlte mich richtig „leer“. Man opfert seine ganze Freizeit für den Sport, und doch weiß man nie, wie das Rennen enden wird. Das Wetter, die klimatischen Bedingungen in einem fremden Land, die fremde Sprache, Schwimmen im Meer, hält das Fahrrad und die Reifen und wie verhalten sich die vielen anderen guten Sportler aus der ganzen Welt. Nach dem Schwimmen dachte ich mir. Etappe 1 geschafft. Während dem Radfahren hatte ich sicherlich die letzten 60 km am Meisten zu kämpfen, und ich freute mich auf das Laufen. Mein Trainer sagte immer, bei km 10 im Marathon hast erst die Hälfte des Rennens geschafft. Der Hinweis war gut, denn so habe ich meine Kräfte automatisch anderst eingeteilt und konnte den Marathon inkl. 380 HM erfolgreich noch unter 4 Stunden zu Ende laufen und war im Ziel überglücklich. Ach ja, während des gesamten Rennens ging mein Pulsgurt nicht, und so musste ich ohne Pulskontrolle mich ganz auf mein Körpergefühl verlassen. Eigentlich eine Katastrophe.  Für Fußballer wäre das, wie wenn ein Spiel ohne Schiedsrichter gespielt wird, also ohne jemanden der das Spiel „unterbricht“ und auf Fehler hinweist, falls ich z.b. zu schnell wäre. Aber es hat ja alles betens geklappt.

Hawaii, also Big Island ist eine wunderbare Insel und ich bin am Meisten von der Vegetation überrascht. Die Abwechslung der Landschaft, mal ist es total heiß, dann sieht man nur Lavafelder, auf einmal sind grüne Weideflächen wie im Allgäu vor einem, und im nächsten Moment ist man im Regenwald. Hammer. Eine schöne Zeit. Am Strand gab es so viele Fische und große Schildkröten zu sehen und die Entspannung kam natürlich nicht zu kurz. Allerdings freue ich mich jetzt wieder richtig auf das „normale Leben“, welches am Montag wieder beginnt :-)

 Vielen Dank für die Unterstützung der Familie, Freunde und Sponsoren. Ohne Euch wäre dies alles nicht möglich gewesen. Danke!!! Ich hoffe, in Zukunft weiterhin auf Euch bauen zu können und freue mich auf neue sportliche Herausforderungen.


Höchsten Berg der Erde – den Mauna  Kea – Observatorium und Stand up Paddling

Am Dienstag fuhren wir von 300 hm in Waikoloa los, Richtung dem höchsten Berg der Erde – den Mauna Kea. Dieser Berg hat vom Meeresgrund gemessen 9700m, doch 5500m sind im Pazifik. Unten am Fuße des Berges angekommen, standen wir vor dem Schild - 14 Meilen und dann erreichen Sie Ihr Ziel auf 4.205 hm. Nur zu befahren mit 4 x4 Auto, also Allrad. Das haben wir auch gebraucht. Während der steilen Autofahrt nach oben  wurde die Luft immer dünner und dünner. Wahnsinn, wie schnell sich ein Körper an andere außenstehende Verhältnisse anpassen muss. Die Temperaturen gingen auch stetig nach unten.  Als Papa und ich oben am Observatorium waren, hatten wir eine gigantische Sicht. Wir waren höher wie alle Wolken und wir fühlten uns dem Himmel so nah. Weit und breit sahen wir „nur“ Lavahügel und Lavasteine. Anschließend ging es wieder nach unten und  wir mussten die vorangegangen Erlebnisse erstmal sacken lassen. Am Nachmittag stand als weitere kleine Actioneinheit – Stand up Paddling – auf dem Programm. Richtig cool und gar nicht so schwer, nach ein paar Anfangsschwierigkeiten ging es gleich hinaus in den Pazifik. Abends shoppten wir  in Kona und genossen bei Sonnenuntergang ein paar hawaiianische Cocktails bei gutem Essen.

Hier noch ein Nachbericht von der tritime

http://www.tritime-magazin.de/2015/10/resi-wild-am-ziel-meiner-traeume/


Entdeckungsreise durch Big Island

Da meine Füße immer noch geschädigt sind, stand heute eine Erkundungstour an. Angefangen hat es um 6 Uhr morgens Richtung Hilo (ca. 90km entfernt von Waikoloa). In der Früh um 9 Uhr starteten wir dort mit dem Helikopter und sahen den aktiven Vulkankrater  Puù-Oò mit glühender Lava im Inneren, fantastischen glühenden Lavafeldern, riesige Urwälder mit unzähligen Wasserfällen, den Pazifik usw. alles von oben. Total beeindruckend!!! Anschließend fuhren wir mit dem Auto zum Vulcano Nationalpark. Hier wurde uns der Vulkankrater des Kilauea, rauchende Schwefelfelder sowie die Größe und Wucht eines Vulkans näher gebracht. Direkt am Kraterrand konnten wir mit dem Auto vorbei fahren – unglaublich.  Wenn man bedenkt, mit was ich „Hawaii“ vor der Reise verbunden hatte, ist das alles jetzt ganz anders und viel faszinierender. Danach ging es mit dem Auto zum südlichsten Punkt von Hawaii und somit auch zum südlichsten Punkt  von ganz Amerika, wo Klippenspringer sich von über  30 m in die Tiefe stürzten. Wir waren nebenbei noch auf dem Black Sand Beach und dem Green Sand Beach, um alle Seltenheiten die es dort gibt, zu sehen. Insgesamt waren wir heute ca. 260 km mit dem Auto unterwegs. Auf dem Rückweg fuhren wir noch teilweise die Rad- und Laufstrecke vom Sonntag ab, wo mir die Gedanken und Erinnerungen an vergangenen Samstag wieder hochkamen. Ich brauche noch ein paar Tage um das ganze alles Begreifen zu können. Ein Traum ...

Vor und Nachbericht vom Rennen findet ihr auch unter Tritime online

Bei einem Klick auf diesen Link findet Ihr einen Vorbericht über mich.

http://www.tritime-magazin.de/2015/09/kona-rookie-theresa-wild/

Hier erzähle ich über meine ersten Tage, Gefühle usw. während meines Hawaii - "Uraulbs".

 

http://www.tritime-magazin.de/2015/10/theresa-wild-entdeckt-big-island/


Der Tag nach „meinem WM-Langdistanzdebüt“

Die heutige Nacht war für mich sehr unruhig. Mir gingen viele Gedanken durch den Kopf. Einerseits lässt man das Rennen Revue passieren, andererseits denkt man, was hätte ich noch besser machen können…. Ich kam zu dem Entschluss, dass ich mich einfach mal freuen sollte und die Emotionen nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Die ganze Energie des Zieleinlaufs aufzusaugen und mit in die nächste Saison zu nehmen. Als ich heute Morgen aufstand, tat mir einfach alles weh…von Kopf bis Fuß. Das Training für eine Langdistanz besteht ja nicht nur aus Sport, Sport, Sport. Im Kopf spielt sich auch einiges ab. Mental war dies auch eine große Herausforderung für mich. Im Ziel fiel all dieser „Ballast“ ab. Heute bin ich richtig glücklich, dies geschafft zu haben – aber begreifen kann ich dies noch nicht ganz. Im Vorfeld hab ich mich immer gefragt, an was man wohl während des Rennens denkt. Ehrlich gesagt, denkt man an nichts und mir kam das Rennen vor, als wenn es nur ca. 3 h gedauert hätte. Ich war so konzentriert mit mir,  auf die Straße zu achten und die richtige Mischung bei der Ernährung zu finden, dass ich keinen Gedanken daran verschwendet habe. Allerdings dachte ich natürlich beim Laufen an meine Arbeitskolleginnen, wie Sie jetzt mit Ihren Hulakostüm vor mir tanzen, sowie an die ganzen Freunde vor Ort und zu Hause, und sich mit mir freuen. Der heutige Tag bestand aus Erholung und Beach und dabei hab ich mir einen großen Sonnenbrand zugezogen;) Ups, war wohl doch zu viel….Morgen steht ein Hubschrauberrundflug an und ich werde die Wolke 7, auf der ich gerade schwebe, besuchen;).


Ali´i Drive Einlauf in Kona – Ziel meiner Träume erreicht

Zuerst einmal vielen Dank an alle Unterstützer vor Ort und in der Heimat. Wahnsinn. Ein gigantisches Erlebnis. Das Beste im Ziel war, zu wissen, dass man nicht mehr weiterlaufen muss. Der Einlauf in den Ali´i Drive war so bewegend, dass nicht nur mir die Tränen gekommen sind.

Doch bis zu diesem Einlauf, war es ein langer langer Tag.
Angefangen hat er mit dem obligatorischen Einchecken. Vor Ort angekommen, durfte ich zum Bodymarking und anschließend wurde jeder Athlet gewogen, dann erst kam man zum geliebten Rad. Ich überprüfte noch alles, legte die Energieriegel dazu, und ab gehen kann es  Richtung Schwimmstart. Das Schwimmen im Pier von Kona begann für mich um 7:10 Uhr. Es glich einer Achterbahnfahrt. Die Wellen gingen auf und ab, die Schlägereien waren brutal. Ein paar Schürfwunden hab ich sogar abgekommen;) Egal…
Auf dem Rad ging es mir Richtung Hawi (Wendemarke bei km 100) richtig gut und ich konnte einen guten Schnitt fahren. Es war zwar drückend heiß, aber das war kein Problem. Ab km 90 hat es dann richtig zu schütten angefangen, wo ich den höchsten Punkt des Rennens in den Bergen erreicht hatte. Der Regen hat sich aber nach 110km wieder gelegt. Auf dem Rückweg nach Kona wurden die letzten 60 km zur Hölle. Die Mumuku-Winde haben zugeschlagen, und ich mittendrin. Das heißt: Ab diesem Zeitpunkt hat sich der Wind gedreht und ich hatte Gegenwind. Wenn ich zuvor noch mit 45 km/h gefahren bin, ist ab sofort 15 – 20 km/h angesagt. Und das noch ohne Pulsanzeige, der von Anfang an ausgefallen ist. Hammer aber der Gegenwind, sogar die Versorgungsstationen hat es aus den Verankerungen gerissen. Wirklich verrückt. Ich war dann einfach nur froh, laufen gehen zu können. Jedoch als ich vom Rad abstieg, dachte ich mir, oh Gott, und jetzt noch 42km laufen?!? Wie soll denn das gehen…Aber, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Zuerst ging es 16km den Ali Drive raus, hier durften die Zuschauer noch anfeuern. Anschließend ging es zum Kampf von Triathlet zu Triathlet. Keine Zuschauer sind am Natural Energy Lab erlaubt. Hier wird das Rennen entschieden, da hier die pralle Sonne auf den Asphalt klatscht, jeder fix und fertig ist und die Straße richtig wellig ist und der Asphalt von unten glüht. Mal geht’s wieder bergauf, dann bergab. Dort angekommen bei km 30, wusste ich, dass es jetzt nur noch „heim“ geht. Mein Ziel war es, immer zu Laufen und nie stehen zu bleiben, dass konnte ich einhalten. Auf dem Heimweg ging wieder der Gegenwind los, doch ich gab nicht nach. Ich wollte, so schnell wie möglich ins Ziel. Papa hat mich noch von km 39 bis km 40 begleitet, dass gab mir nochmal Auftrieb. Der letzte km Richtung Ali´i Drive war der emotionalste meines bisherigen Lebens. Überall Zuschauer, richtig enge Gassen, man wird bejubelt, abgeklatscht und dann in den letzten 200 m von den Fans ins Ziel getragen. Wahnsinn, im Ziel kamen nicht nur mir die Tränen. Wunderbar, dass ich aufhören konnte zu laufen und so gut durch das Rennen gekommen bin. Das stärkt mich für meine nächsten Ziele. Im Ziel kamen gleich 2 Helfer zu mir und begleiteten mich Richtung Endversorgung. Sie wollten mir Wasser und Cola anbieten….Aber ich wollte nur eines – ein gutes bayerisches Bier und kein Ananas Bier. Geht nichts über den guten Hopfen. Doch leider wurde mir dieser Wunsch verwehrt. Sie wollten dann nur wissen, woher ich komme.  Abends haben wir alle noch gefeiert. Heute tut mir alles weh, von Kopf bis Fuß,  jedoch schwebe ich immer noch auf Wolke 7. Passend dazu steht morgen ein Hubschrauberrundflug auf unserem Programm über den aktiven Vulkan Kilauea. Auf den freue ich mich schon lange, den noch glühenden Vulkan von oben zu sehen, wenn der IRONMAN Hawaii gefinisht ist. Ein Traum wird WIRKLICHKEIT. Danke das so so viele an mich geglaubt haben und mitgefiebert haben. Bin ein Ironwomen auf Kailua-Kona, Hawaii.


Next day is Raceday

Der Tag der Tage rückt unaufhaltsam näher. Morgen ist es endlich soweit. Somit stand heute eine letzte kleine Radausfahrt an und anschließend packte ich meine Wechselbeutel. Gegen Mittag ging es an den Strand. In Kona ist eine Fremdverpflegung nicht erlaubt und somit entfällt auch die Möglichkeit meinen Begleitern eine Notfallration an Energie mitzugeben. Dafür gibt es in Hawi (ca. km 100 auf der Radstrecke) und in Energy Lab (ca. km 26 auf der Laufstrecke) die Möglichkeit die benötigte Energie in einen extra Beutel zu legen und diese dort mitaufzunehmen. Meine Rad- und Laufbeutel habe ich mit dem Rad heute abgegeben. Angekommen am Pier von Kona, erwarteten mich schon viele freundliche Helfer. Wahnsinn, wie viele Leute hier mithelfen. Ich wurde sogar eigens zu meinem Radabstellplatz geführt, danach liefen die Helferin und ich die beiden Eingänge zum Wechseln ab und hängten die Rad- und Laufbeutel gemeinsam auf. Zu meiner großen Überraschung checkten gleichzeitig mit mir die beiden großen Deutschen Stars ein. Zuerst war Jan Frodeno an der Reihe, ein total lässiger Typ. Er gab cool Interviews und war für alle Späße zu haben. Das Gegenteil war bei Sebi Kienle der Fall, mit einer richtig ernsten Miene kam er Richtung Wechselzone. Bin gespannt, wie es hier morgen ausgeht….Nachdem ich das Einchecken bei glühender Hitze erledigt hatte, gönnte ich mir gleich ein Eis. Abends stärkte ich mich mit meinem Lieblingsessen – Spaghetti Bolognese ála Caro. Heute gehe ich ziemlich früh ins Bett, denn morgen wartet der längste Tag in Kona  auf mich….Bitte drückt mir alle die Daumen! :-) Denn Saturday is Raceday.


Kona Day – Beach Day

Am Mittwoch fuhr ich meine letzten Meilen auf dem Highway und anschließend folgte eine kleine Schwimmeinheit. Die Füße werden schon immer zappeliger und wollen losgelassen werden. Mittags holten wir die Startunterlagen ab und hörten uns das Racebriefing an. Meine Startnummer ist die 2399. Abends waren wir am Teamabend von Erdinger Alkoholfrei eingeladen und ich holte mir noch ein paar Tipps von Andreas Raelert. Es war ein gemütlicher Abend mit gutem Essen und netten Leuten. 

Heute morgen lief ich zusammen mit Papa um Waikoloa und sprang danach ins Wasser. Gegen Mittag schauten wir uns den berühmten Schildkrötenstrand an. Hier tobten wir uns beim Schnorcheln aus und entdeckten rießengroße Turtles. Abends verwöhnten mich mein Supporteam mit einem Barbecue. Gestärkt geht es nun ins Bett.


Heute war viel geboten!

Der Tag begann mit einem Mini-Triathlon. Mein Vater begleitete mich und war als Paparazzi unterwegs. Der kleine Wettkampftest fühlte sich gut an und ich bin gerüstet für Samstag.

Heute sahen wir einiges. Wir fuhren mit dem Auto Richtung Hilo. Auf dem Weg dorthin begeisterte uns die Vegetation. Angefangen vom tropischen Regenwald, grüne Weideflächen, Trockengebiete und Lavawüste – wir sahen alles. Wir besichtigten die Akaka Wasserfälle, was sehr beeindruckend war. Den höchsten Berg der Erde, den Mauna Kea, haben wir heute ganz umrundet. 


Autofahrt in die Touristenfalle ;-))

Vor dem Frühstück bekam ich die Renntaktik via Skype von meinem Trainer Bennie.

Heute stand ganz oben auf dem Programm – Sightseeing. Dabei stiegen wir gleich in eine Touristenfalle. Wir fuhren zum Captain Cook Monument, aber leider gab es hier außer einer tollen Bucht und Aussicht nicht viel zu sehen. Das nächste Ziel hieß Kealakekua Bay. Hier wollte ich meine Schwimmeinheit durchführen, doch daraus wurde nichts. Die Bucht war an der Steilküste und Schwimmen verboten. Also ging es nun wieder zurück nach Kona. Juhu, endlich konnte ich Schwimmen, allerdings war es welliger als am Vortag. Zu meiner großen Freude stand am Schwimmausstieg die amtierende Weltmeisterin Mirinda Carfrae. Ich ließ es mir nicht nehmen, mit ihr ein gemeinsames Foto zu schießen. Bilder


Schwimmeinheit am Pier von Kona

Nach der morgendliche Rad- und Laufeinheit ging es ins das Triathlonverückte Kona. Dort angekommen wurden wir von heftiger Schwüle aber auch Hitze in Empfang genommen. Die Luft zu atmen wurde immer dünner. Anschließend besuchten wir den Ironmanstore und ich griff natürlich zu und sicherte mir ein paar Outfits. Schwimmen im Pier war total überwältigend, das Wasser total klar und man konnte viele Fische und Korallen entdecken. Die Wassertemperatur glich einer Badewanne. Falls hier mal ein Neo erlaubt wäre ist das vergleichbar mit Sauna mit Klamotten. 

Den Tag ließen wir am Ali Drive ausklingen und genossen bei gutem Essen den Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg holten wir noch unsere Freundin aus Hannover vom Flughafen ab.


Check der Radstrecke

Gleich nach dem Frühstück ging es heute mit dem Rad zur Wendemarke in Hawi. In den 3 Stunden Radausfahrt erlebte ich alle Wetterkapriolen, welche die Insel zu bieten hat – von starker Hitze, Windböen und Regen, es war alles dabei. Angekommen in Hawi nahmen mich Carola und Papa in Empfang. In einer Original Hawaiianischen Kneipe testeten wir die verschiedensten (deutsche) Biersorten. Auf der Heimfahrt mit dem Auto hatten wir ein Erlebnis der kuriosen Art. Direkt vor uns wurde ein Radfahrer so heftig von einer Windböe erwischt, dass er samt Rad über die Leitplanke stürzte (Auf einmal war er weg). Wir halfen dem armen Kerl wieder aufs Rad und Gottsei dank ist nichts passiert. 

Nachmittag schwamm ich eine Runde im Pazifik – das macht Spass!! Ausklingen haben wir den Abend im Lava Lava Club bei Bier und Cocktail sowie natürlich guten Essen. Bilder


Aloha Hawaii

Nach 32 Stunden sind wir erfolgreich in Kona gelandet. Hier sind wir im Vergleich zu Deutschland 12 Stunden zurück, so war es nach der langen Anreise immer noch der 01. Oktober. Anschließend bezogen wir unser Feriendomizil in Waikoloa das sich 18 Meilen entfernt vom Wettkampfstart in Kona befindet. Da leider bei unserer Ankunft alle Restaurants, Supermärkte schon geschlossen hatten, bestand unser Abendessen auf Hawaii aus Tee und Powerbar-Riegel :-( … das gibt Kraft. Am nächsten Morgen hieß es dann gleich für Papa das Rad montieren und da gab es schon die erste böse Überraschung. Der Befestigungsring für den Sattel war unauffindbar. Aber Mann/Papa ist erfinderisch und konnte es provisorisch montieren. Nach unserem ersten Breakfest auf der Insel ging es gleich mal an den Strand. Die erste Schwimmeinheit im Meer hat sich ganz gut angefühlt und anschließend stand noch 1 Stunde Laufen auf dem Programm. Ab dem späten Nachmittag bekamen wir dann die Winde auf Big Island kräftig zu spüren (es fühlt sich an wie ein Sturm). Das kann nur besser werden.

Morgen haben wir dann gleich mal einen Termin im Radladen der uns helfen will den Sattel wettkampftauglich zu befestigen.

Wenn alles gut klappt, folgt der Härtetest mit einer längeren Radausfahrt für Stattel und Athlet nach Hawi. Bilder


Ready to rumble

Heute ist bereits mein letzter Arbeitstag. Abends steht noch eine kleine Schwimmeinheit auf dem Plan. Bevor es morgen heißt - packen, packen und nochmal packen und natürlich noch ein bisschen Laufen. Das Fahrrad wird gemeinsam mit Papa feinsäuberlich zerlegt und in meinem Radkoffer verpackt. Wie immer, werde ich wahrscheinlich viel zu viel an Klamotten und Zubehör dabei haben, aber schadet ja nicht.

Wichtige Materialien, wie Sonnencreme habe ich natürlich noch gekauft und der Flug in das warme Kona kann beginnen, aber

die letzten Sonnenstrahlen in Germany werden noch aufgesaugt.

Am Donnerstag um 07:30 Uhr geht der Flieger von Frankfurt, über London nach Los Angeles und dann KONA. 27 Stunden Anreisezeit !! WOW . Da ich noch nie so einen langen Flug vor mir hatte, bin ich diesbezüglich schon ein bisschen nervös. Es gibt natürlich von Freunden, Bekannten, Verwandten viele Ratschläge, wenn ich die alle beherzige wird nichts schiefgehen,

somit bin ich guter Dinge, voller Vorfreude auf meine Erste


Training, Training, Training

Die Vorbereitungswochen für Hawaii vergehen wie im Flug. Nach einer Belastungswoche, folgt die Nächste. Ich bin gut ausgelastet mit Arbeit und Sport. Ihr fragt Euch, wie wohl so eine Woche von mir aussieht. Hier ein kleiner Einblick: Montag: Aufstehen um 06:15 Uhr, Frühstücken und ab in die Arbeit. Feierabend gegen 16:30 Uhr. Anschließend ist Montag immer mein „Ruhetag“. Hier bekomme ich immer von der Doris Marchadier eine Massage! Danke!! Danach Gymnastik, Dehnen etc. Dienstag: Arbeiten bis 16:30 Uhr und ab ins Schwimmbad. Anschließend eine kleine Laufeinheit. Mittwoch: Hier hab ich bereits gegen 12 Uhr Feierabend. Dann ab aufs Rad und 4 Stunden durch das Donau-Ries düsen ca. 100 bin 110km je nach Wind und Berge. Danach heißt es Laufschuhe anziehen um eine Distanz von ca. 12 km an das Radtraining ranhängen. Donnerstag: Arbeiten bis 16:30 Uhr - Schwimmen + Fitness/Stabi/Dehnen. Freitag: Ab 15 Uhr Feierabend! Naja, leider nur Bürotechnisch gesehn ;) Es folgt eine Radeinheit mit Anschlusslauf. Samstag: Laaaange Radeinheit zwischen 160 und 180km – nix wird´s mit ausschlafen. Aber ihr wisst ja, wen man ein Ziel vor Augen hat, geht alles. Nach 180 km Radfahren reicht es sogar mir. Abends geht´s dann noch in den Stall bischen mithelfen auf dem Bauernhof. Sonntag: Swim, Bike, Run…hier kommt alles zusammen.

Doch abends freue ich mich immer auf eine Behandlung von der Carola die mir meine verklebten Fazien von den vielen Rad-, Schwimm,- und Laufeinheiten wieder auf Vordermann (-frau) bringt. Sie macht mich wieder startklar für eine neue trainingsintensive Woche. Wie Ihr seht, bin ich relativ eingespannt und für viele andere Sachen außer Arbeiten und Sport bleibt im Moment keine Zeit.

Jedoch ist alles möglich, wenn man ein ZIEL vor Augen hat und wenn man die Unterstützung der wichtigsten Personen spürt. Danke.

Am 01.10.2015 geht der Flug nach Hawaii. Wie die Zeit vergeht…nur noch 8 Tage bis zum Abflug.

 

Ich freue mich schon auf die Zeit und neue Erlebnisse in Hawaii und bin gespannt, welche Überraschungen die Insel für mich bereithält.


Nach der WM ist vor der WM

Nachdem ich die 70.3 WM in Zell am See erfolgreich gefinisht habe, rückt nun mein Highlight – Hawaii immer näher.

Nach dem Wettkampftag nutzten wir das super Wetter in Zell am See zur Besichtigung der Großglockner Hochalpenstraße – mit dem Auto, versteht sich. War wirklich ein überragendes Gefühl der Ausblick auf die vielen 3000er und das Gefühl von „Freiheit“.

Zu Hause im mittlerweile kalten Deutschland standen zum Wochenende hin schon wieder lange Trainingseinheiten auf dem Plan. Einer 5stündigen, vorallem sehr windigen Trainingsausfahrt am letzten Samstag, folgte am Sonntag ein 2h Lauf, eine saftige Schwimmeinheit und eine Auslockerungsfahrt auf dem Rad.

Ja – Hawaii rückt näher. Somit steigt auch mit meiner Vorfreude, die Nervosität und die Spannung. Die Pressetermine nehmen ebenfalls zu. Gestern beispielsweise hatte ich mit Carola einen Termin bei der Donauwörther Zeitung. Diese schreiben einen Vorbericht für Weltmeisterschaft Hawaii. Fragen bzgl. der Vorbereitung, persönliche Ziele and den Wettkampf, die Besonderheit des Rennens – all diese Fragen durfte ich beantworten. Sobald dieser veröffentlicht wird, melde ich mich. 

Allerdings bin ich wieder im vollen Training und an meinem Sportnachmittag Mittwoch wird wieder kräftig reingebolzt. Heute steht noch eine Runde schwimmen auf dem Plan. So nun ab ins Wasser!


Um 12.05 ertönte für mich heute der Startschuss, die letzte Startgruppe. Damit hieß es, aufholen, was das Zeug hielt und möglichst viele Konkurrenten einzusammeln. Das Schwimmen verlief in 32 Minuten für mich ziemlich gut. Meine Radzeit von 2:45 konnte ich richtig toppen im Vergleich zum Vorjahr. Yeah. Doch das Laufen verlief heute wegen Hitze nicht nach Plan;) doch, es gilt wirklich, kämpfen bis zum Schluss. Alles andere wäre nicht erlaubt. Mein größtes Danke gilt meinem Papa und der Caro, die beide  haben alles für mich gegeben. DANKE!! Glücklich nach 5:03 lief ich ein. PUH, ein harter Wettkampftag geht zu Ende. Ganz ehrlich, so schlimm hab ich dir 70.3 Veranstaltungen gar nicht mehr in Erinnerung :-)... Mit ein bisschen Abstand betrachtet, geiler Wettkampf diese WM. Ich freue mich schon auf weitere Erlebnisse :))


Today ist Raceday. Frühstück in angenehmer Gesellschaft, Rad und Wechselbeutelabgabe hat gestern gut geklappt. Heute Start um 12.05. Es soll wieder richtig heiß werden. Aber ich habe jetzt auch immer bei Hitze trainiert und so wird es eine guter Wettkampf für Hawaii Hitzschlacht. Bitte alle ganz fest die Daumen drücken für meine 1. WM :-)) Hoffe ich kann euch heute Abend nur gutes berichten......PS: Mein Papa hat gestern auch eine Sahneleistung ab in 5:15!!!


Ankunft in Zell am See, Startnummern abgeholt, am Einmarsch der Nationen mitgewirkt. Die Anspannung steigt immer mehr, aber die Vorfreude auf den Wettkampf überwiegt. Jetzt heisst es Kraft tanken und Ruhe bewahren vor dem 1. WM Auftritt. Morgen startet Papa Wolfgang auf der gleichen Distanz, der mir heute vor lauter Aufregung die Finger im Auto eingequetscht hat. Aber es  scheint noch gut gegangen zu sein. Er ist nur leicht blau geworden und wird beim Schwimmen schon keine Probleme machen. Man braucht ja schließlich etwas Adrenalin vor dem Wettkampf.


Die Spannung steigt…5,4,3,2,1 und los geht´s mit der Startnummer „2747“.

Die Zeit verging wie im Flug und nicht mehr lange dauert es bis zu meiner 1.WM. Natürlich steigt von Tag zu Tag die obligatorische Vorfreude und nicht zu vergessen die Nervosität. Das Training ist so gut wie abgeschlossen. In der gesamten Vorbereitung kam ich beschwerde- und verletzungsfrei durch und dadurch fühle ich mich gut vorbereitet. Besonders freut es mich, dass im Landkreis Donau-Ries ein regelrechter Triathlon-Boom entstanden ist.

Sogar ein eigener Fanclub reist nach Zell am See. YeahJ Hierfür schon mein herzliches Dankeschön. Los geht die Reise am Freitag in der Früh. Mein Vater wird am Samstag über die gleiche Distanz auf die Strecke gehen – „Hau rein und gib alles“! Die Wettkampfstrecke mit all den Tücken ist mir bereits aus dem Vorjahr bekannt, da ich dort an den Start ging. Das Schwimmen erfolgt im frischen Zeller See, wobei dieser im Vergleich zum Vorjahr 4 Grad wärmer ist. Anschließend düse ich mit dem Rad den Filzensattel hoch, doch bei der Bergankunft folgt schon eine rasante Abfahrt mit 17% Gefälle. Nach dem Wechsel geht´s auf die 21,1 km Laufstrecke. Hier sind 2 Runden á 10,6 zu durchlaufen und meine Fans sind besonders gefordert.

In diesem Sinne - mein Motto - Alles gut, solange du Wild bist.